EEG Fernsteuerungen von OHP

Das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) § 6 vom 1.1.2012 verpflichtet die Betreiber von Eigenerzeugungsanlagen mit einer Leistung von >100 kW dazu, die Anlagen mit einer Fernabfrage und Fernsteuerung auszurüsten. Dadurch soll gewährleistet sein, dass der Netzbetreiber bei Bedarf auf die Eigenerzeugungsanlage zugreifen darf:
  • zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung bei Netzüberlastung
  • zur Abrufung der jeweiligen Ist-Einspeisung
Mit der ferngesteuerten Leistungsbegrenzung ist somit eine kontrollierte Reduzierung der Einspeiseleistung einer Eigenerzeugungsanlage möglich.

In Abhängigkeit der Netzauslastung ist der Netzbetreiber berechtigt die Erzeugungsanlagen in Stufen auf 60%, 30% oder 0% der maximalen Erzeugungsleistung zu begrenzen. Für den ausgefallenen Strom werden die Anlagenbetreiber entschädigt, sodass hier kein kommerzieller Nachteil entsteht.

Überschreitet die Eigenerzeugungsanlage die vom Netzbetreiber per Fernsteuerung vorgegebene Maximalleistung, dann ist der Netzbetreiber berechtigt die Erzeugungsanlage vom Netz zu trennen. Die Reduzierung bezieht sich auf die elektrisch installierte Nennleistung. Dabei entsprechen 100% der vollständigen vertraglich vereinbarten Einspeiseleistung.
 
Die Kosten für die technische Realisierung sind durch den Anlagenbetreiber zu tragen und verbleiben in dessen unterhaltspflichtigem Eigentum. Er ist für den ordnungsgemäßen Betrieb und die Funktion der jeweiligen technischen Einrichtung verantwortlich.
 

Ansprechpartner:
EEG Fernsteuerungen
Thorsten Fiedler Bild Für weitere Informationen wenden Sie sich an Herrn Dr. Thorsten Fiedler
E-Mail
Herr Dr. Fiedler ist für den Bereich Energiemanagement zuständig.
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Begleitende Dokumente
Weitere Informationen können Sie folgendem Dokument entnehmen:

Produktübersicht Hardware 8,7 MB
EEG Einspeisemanagement 2,9 MB
 
Für die Realisierung einer fernwirktechnisch angeschlossenen Erzeugungsanlage sind die Fernwirksysteme von OHP insbesondere das System Micro besonders gut geeignet, da dieses wirtschaftlich und zuverlässig die geforderten Leistungen erbringt. Die Micro versteht sich als frei programmierbares Steuerungssystem ausgewählt, das feinmodular erweiterbar und mit dem herstellerunabhängigen IEC61131-3 Programmiersystem MULTIPROG programmierbar ist.
Die Datenübergabe der Kommunikationskanäle (Protokolle) erfolgt gemäß IEC60870-5-101. Die Anbindung zur Leitstelle geschieht über das eingebaute GPRS-Modem. Für die Prozessanbindung werden drei analoge Eingänge (0...20mA), zwei binäre Eingänge (für Wirk- und Blindleistungsimpulse) und vier Ausgänge (potentialfreie Relaiskontakte) zur Leistungsreduzierung benötigt.

Die Stromversorgung erfolgt über 24VDC (Batteriepufferung bei Spannungsausfall).
Das Micro- System kann bei minimalem Platzbedarf direkt auf eine DIN Hutschiene aufgesetzt werden. Vielfältige, feinmodulare binäre und analoge E/A-Module bilden die Schnittstelle zum Prozess. Max. 256 E/A-Punkte lassen sich so mit einem Micro- System kostengünstig verarbeiten.